All diejenigen, die eine Rolle im Leben der ca. 5,76 Mio „Skippies“ ,“school kids with income and purchasing power“ spielen wollen, sollten sich mal mit der guten alten Zeitschrift beschäftigen. Aus mehreren Gründen:
1. Die Kinder haben Geld! Über 1,5 Mrd. Euro regelmäßige Geldzuwendungen und noch einmal eine Mrd. an Geldgeschenken stehen den Kids im Jahr zur freien Verfügung. Dieses Geld geben sie neben Süßigkeiten und Eis vor allem für Zeitschriften aus (KidsVerbraucherAnalyse 2007).
2. Die Kinder lesen (immer noch)! Die rund 40 Kindermagazine haben 3,9 Mio. Leser.
3. Werben in Printmedien ist einfach! Printmedien unterliegen nicht dem wachsamen Auge des Deutsche Werberates.
Und für alle, die nicht wissen, wie’s geht, hier die raffinierte Strategie:
Schnür ein vielfädiges Netz aus klassischen Printmedien, mobiler Kommunikation, audiovisuellen und Online-Medien. Starte relativ unverfänglich auf einer Ebene und du hast die Eintrittspforte in das Reich der induzierten Bedürfnisse durchquert. Führe dann das Kind Schritt für Schritt von Medium zu Medium und die Kinder folgen dir nahezu blind – genau wie ihre Eltern…
(Vollborn/Georgescu 2006, S. 27f.)
Nicht nur in vielen Blogs ist dies das Standard-Viralvideo des Jahres. Nein es ist viel mehr: Eine Ode an Darth Vader, Schwaben und der Versuch auf freshe Art und Weise zu erklären, wie virales Marketing funktioniert. Sollte noch jemand nach Gründen suchen, Budgets in virale Kommunikation zu investieren, dann schaut euch dieses Video an!
Schon der Physiklehrer hat’s gewußt: Kleine Sachen wie Atome (in unserem Fall Zielgruppen) beinhalten noch kleinere Dinge wie Moleküle (bei uns die Stilgruppen). Um zu diesem Ergebnis zu kommen bedarf es der Kernspaltung (oder dem Mikrotargeting . Weil ich immer wieder darauf angesprochen werde hier nun noch ein paar kurze Worte dazu:
Während der letzten Jahre gab es eine immer genauere Ausrichtung der gesamten Marketingaktivitäten auf bestimmte Zielgruppen und deren spezielle Bedürfnisse. Oft wurde dabei das Alter als Unterscheidungs- bzw. Abgrenzungskriterium herangezogen. Im Bezug auf den Jugendmarkt entstanden so Zielgruppen wie die der PreTeens, Teens, und Twens. Mitlerweile hat sich jedoch gezeigt, dass eine Unterscheidung, die primär aufgrund des Alters stattfindet, unzureichend oder sogar fehlleitend ist. Gerade bei jungen Zielgruppen sind die Altersgrenzen fließend und vermischen sich innerhalb einer Altersgruppe zusätzlich mit Lifestyleaspekten (Interesen im Bezug auf Musik, Mode und Sport, Lebensumstände und generelle Verhaltensweisen). Folglich findet man innerhalb einer Zielgruppe mehrere Stilgruppen vor, deren Lebens- und Erfahrungswelten mitunter völlig verschieden sind und die auf ganz unterschiedliche kommunikative Reize reagieren.